Den Schweiß sieht man nicht, wenn es regnet.

(senegalesisches Sprichwort)

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Man soll ein Mal beten, bevor man in den Krieg zieht, zwei Mal, bevor man sich aufs Meer wagt und drei Mal bevor man heiratet.

(spanisches Sprichwort)

In der Einsamkeit der Feldwege von St. Gallen

So weit ich weiß, und das ist alles was ich weiß, geht die Sonne in Lisala auf und in Tshela unter oder in Tsiela-Mbanga oder auch in Tsiela, was nur jenen missfällt, die  alles weiß sehen und die auch noch über die Sonnenfinsternis von Katakokombe murren…l

Absatz.

Ich sehne mich danach, Mbuji Mayi wa balengela zu entdecken, abgekürzt Mbuji Mayi, vormals Bakwanga, Stadt meines Urgroßvaters, aufgefädelt am Ufer des Flusses Mbuji Mayi („das Wasser der Ziege“ oder „die Ziege des Wassers“, je nachdem), bekannt für ihre anarchische Bauweise, ihre unaufhaltsam wachsende Bevölkerung, ihren Speichel und ihre…

Diamanten, die einem vom Himmel auf den Kopf fallen…

Absatz.

Ich sehne mich danach, Tshimbalanga, den Zweitjüngsten aller meiner Onkel wieder zu finden, weg von allen und verschollen in den Diamantminen, zwischen Dimbelenge und Tshikapa…

Absatz

Ich sehne mich nach Kinshasa zu seinen verlorenen Stunden oder nach Lubumbashi mit dem verlorenen linken Bein im Norden von Rhodesien, besser gesagt Sambia…

Absatz

Die Seelenqual ist lange und bedächtig und schlüpfrig und düster, gleicht der Eisenbahnlinie  Bumba-Aketi-Isiro-Mungbere… Nur die Zugvögel nähren ihre Träumereien und transzendieren die Keimfreiheit, soll heißen, dass nichts der Wut der Sonne gleicht außer das post-Noah-Erbrochene…

Absatz.

Übersetzung: Gerhard Teissel

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Von St. Elisabeth* nach St. Gallen…

Ich bin in eine Großfamilie geboren: vier Brüder, drei Schwestern, 19 Onkel, 22 oder 24 Tanten, 32 Cousins, 26 Nichten… Jeder Tag bei meinen Eltern war wie ein Feiertag… Die Onkel kamen an, die Tanten kamen an, die Cousins kamen an, die Freunde kamen an… Kartenspiel, Schachspiel, Weinflaschen, alle möglichen Sorten Bier, gute Musik, Tanzschritte, Lachen, das Essen serviert auf drei großen Tischen… das war die goldene Zeit. Nicht einen Tag, den ich hätte alleine sein können. Es gab immer etwas zu Ende zu bringen und etwas Neues zu beginnnen.
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