1. April 1945 – US-Bomber bombardieren Selzthal. Bei diesem einzigen Bombenangriff während des 2. Weltkriegs werden 76 Personen oder mehr getötet – SelzthalerInnen, Flüchtlinge, Soldaten. Mit einfachsten Mitteln wurde noch tagelang nach den Verschütteten in den Häusern und Bunkern gegraben. Seit 1. Juli 2010 ist Maryam Mohammadi im Rahmen des Regionale10-Projekts „Fremdsehen“ in Selzthal, auf den Spuren dieser Kriegsopfer. Sie spricht mit AugenzeugInnen von damals, mit Verwandten der Opfer, mit Historikern und besucht die Gräber der Getöteten. Warum wählt eine iranische Fotografin, die seit einem Jahr in Graz lebt, sich ein solches Thema aus? Als der Iran-Irak-Krieg nach acht Jahren 1988 endet, ist Maryam gerade einmal neun Jahre alt. Aber immer noch sind ihr all jene langen Stunden in lebendiger Erinnerung, die sie während der Bombardements von Teheran im Schutzkeller verbringt und bei welchen auch ein Nachbarhaus zerstört und ihre Klassenkameradin getötet wird.

Maryam: „Für mich ist es wichtig, unsere gemeinsame Erfahrung durch mein künstlerisches Medium – die Fotografie – sichtbar zu machen.“ So gräbt sie seit Tagen in den Fotoalben der Selzthaler, gleichsam auf der Suche nach Lebenszeichen der Opfer. Beim Betrachten der Fotos werden Erinnerungen wach und die Frauen, Männer und Kinder von damals werden wieder lebendig.

In ihrem Verständnis, dass die Vergangenheit immer in das Jetzt durchdringt, werden in ihrer Ausstellung diese Schwarzweißfotos in einer Form von Doppelbelichtung überlagert durch eigene Farbfotos, welche Maryam jetzt in Selzthal aufgenommen hat. Denn auch wenn der Krieg in Österreich bereits vor 65 Jahren geendet hat, so ist er doch immer noch präsent, sei es in Kriegerdenkmälern oder Erinnerungen der AugenzeugInnen. Maryam: „Mit meiner Ausstellung REMEMBER US möchte ich für die Opfer von damals ein Erinnerungszeichen setzen und uns alle daran erinnern: Nie wieder Krieg!“

Die Ausstellung REMEMBER US von Maryam Mohammadi wird am 29. Juli um 19.00 Uhr in Selzthal 65 (ehem. Elektro Bruckner) eröffnet.

Ausstellungsdauer: 30.7.-13.8.

Öffnungszeiten:

So. 01.08.: 15:00 bis 20:00 Uhr
Mo. 02.08. bis Fr. 06.08.: 09:00 bis 12:00 & 18:00 bis 20:00 Uhr
Sa. 07.08.: 09:00 bis 16:00 Uhr
So. 08.08.: 15:00 bis 20:00 Uhr
Mo. 09.08. bis Fr. 13.08.: 09:00 bis 12:00 & 18:00 bis 20:00 Uhr ZUGVERBINDUNG_GRAZ_SELZTHAL,

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Many Selzthalians participated in the Bergmesse today … climbing to 1737 m mountain.
Selzthalian prayed , played music, drank big beers, wonderful Almkaffee with a lot of alcohol and had Steirerkaskrapfen.
I knew it before that Styrians like to climb all the time and all the sport shops are full of facilities for climbing.
I knew that Styrians love to drink big beers.
But I don’t know and don’t understand why Styrians love Steirerkaskrapfen?

 

Dürrenschöberl

 

 

Black or Blond ... This is the question!

 

Eisenbahnermusikkapelle Selzthal

 

Sound of Music!

 

Sound of Nature!

 

Alois Eckmann, the mayor of Selzthal!

 

two Christian religions standing together

 

 

 

Music and reflection!

 

Music for all!

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Seit Maryams Ankunft hier in Selzthal sind bereits 10 Tage vergangen.

In dieser Zeit hat sie hier im Ort viele liebe und hilfsbereite Menschen kennen gelernt!

Sie war beim Faustball-Turnier:

Sie hat mit ZeitzeugInnen und HistorikerInnen gesprochen und dabei viele Geschichten und Fotos bekommen.

Musiker der Eisenbahnermusik Selzthal brachten ihr spontan ein Ständchen:

Und in der Selzthaler Volksschule waren die Kinder von ihr begeistert:

Dann war sie auch am Dachstein, wobei sie vom Schnee im Sommer nicht gerade angetan war.

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Herzlich empfangen wurde Maryam in Selzthal. Bereits am ersten Abend wurde sie von der Stammtischbesetzung  im Gasthof Eder bei den immer hilfsbereiten Wirten Fritzi und Hans an den Tisch geholt.

Bürgermeister Alois Eckmann sorgte durch eine Postwurfsendung bereits im Vorfeld dafür, dass Maryam vielen, die sie anspricht, keine Unbekannte ist. Auch findet er Zeit, sich um Unterlagen und Kontaktpersonen zu kümmen. Daneben trifft  Maryam bei vielen, seien es ZeitzeugInnen oder Ortschronisten, auf große Unterstützung. Und dass obwohl sie sich mit dem verheerenden Bombenangriff vom 1.4.1945, der rund 70 Todesopfer gefordert hat (die genaue Anzahl ist genauso ungeklärt wie die Namen und letzten Ruhestätten vieler Getöteter unter den Trümmern) wahrlich kein leichtes Thema ausgesucht hat.

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